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IN
MITRA MEDUSA INR I
Kalte Farben
(Apollyon/Alive)
In der Tradition von 80er Jahre
Wave- und Gothic-Ikonen à la Bauhaus, Joy Division oder
The Sisters Of Mercy bewegen sich In Mitra Medusa Inri
auch auf ihrem neuen Album "Kalte Farben", das die Band
selbst als Neuanfang bezeichnet. Programmierte Drums,
allerlei Elektronik und dezente Gitarren führen zusammen
mit der tiefen, sonoren Stimme von Sänger Holger
durch elf melancholische Songs, darunter auch eine Coverversion
von "Sag Mir, Wo Die Blumen Sind", die qualitativ etwas
abfällt, was aber verständlich ist, da sie schon
1998 aufgenommen wurde. Nach einer Weile offenbaren fast
alle Nummern Ohrwurmcharakter, wobei sich "Nimm Die
Lügen Von Mir" und "Keine Fragen" am ehesten
als potentielle Hits heraus kristallisieren. Der Härtegrad
hat insgesamt etwas zugenommen im Vergleich zu früheren
Veröffentlichungen, nichtsdestotrotz gehören
die Mönchengladbacher nach wie vor zu den gemäßigteren
Bands der Gothic-Rock-Szene, was sich auch in den vielen
ruhigen Momenten äußert, die dem Album einen
angenehmen Stimmungsverlauf verleihen. Ob es mit dieser
Platte endlich zu einer größeren Bekanntheit
reichen wird, muss jedoch bezweifelt werden, da In Mitra
Medusa Inri komplett am Zeitgeist vorbei musizieren, aber
andererseits macht diese Eigensinnigkeit die Band irgendwie
auch sympathisch.
Blach
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