REZI www.tonguesofdestruction.com, 08/2007

„In Mitra Medusa Inri“ kurz Immi ist eine Electro – Darkwave Band die stilistisch einerseits ihre eigenen Wege geht und andererseits mit „Diary of Dreams“ verglichen werden kann. Vor allem die Mischung aus englischen und deutschen Lyrics ist eher selten zu finden. Im allgemeinen kann man die Songs auch als sehr gefühlvolle Popsongs ansehen doch verlieren Immi nie ihre dunkle Seite aus den Augen. „Nimm die Lügen von mir“ heißt der betörende Opener des Albums und die gelungene Gratwanderung zwischen Pop und Darkwave zeigt sich hier schon recht deutlich. Auch die nächsten Song laufen nach einem ähnlichem Muster ab und bei „Come On“ fühlt man sich leicht an die Achtziger und die New Romantic – Welle erinnert. Danach folgt das Stück mit dem ich sogar meine Nachbarn begeistern könnte, denn „Nur für eine Minute“ hat echte Single – Qualitäten und ist der mit Abstand poppigste Song des ganzen Silberlings. Wesentlich elektronischer und düsterer kommen dann wieder die restlichen Tracks daher. Beim Bonustrack werden sich dann wahrscheinlich die Geister scheiden. Die Immi – Version von „Sag mir wo die Blumen sind“ ist nicht nur stark gewöhnungsbedürftig, sondern meiner Meinung nach total daneben gegangen. Marlene Dietrich dreht sich höchstwahrscheinlich im Grabe um. Zusammenfassend lässt sich „Kalte Farben“ gut hören und die Gratwanderung ist im Allgemeinen gut gelungen, so das ein positiver Gesamteindruck entsteht.

www.tonguesofdestruction.com

zurück