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IN
MITRA MEDUSA INR I
Kalte Farben
(Apollyon/Alive)
"Kalt sind die Farben, kalt ist
unsere Welt!" Wer sich auf derlei untertemperierte Couleurs
gerne einlässt, wer sich nicht scheut, die Welt aus
blümeranter Perspektive zu schauen, der wird seine
Sicht auf Kalte Farben, dem jüngsten Album von In
Mitra Medusa Inri, sinnstiftend vergütet finden.
Elektronik und Gitarren bilden erneut ein kurioses Kollektiv,
aus dessen klangfarbiger Palette das Duo zehn poetische
Portraits sinistrer Sinnsuche zeichnet - getreu dem eingangs
zitierten Leitsatz. Gleich fünf der Tracks sind diesmal
auf Deutsch abgefasst, wodurch Holger Wagner und Michael
Gronau ihren Gedanken einen besonders poetischen Anstrich
verleihen. Zudem liefern In Mitra Medusa Inri mit "Sag
mir, wo die Blumen sind" - bereits 1998 aufgenommen
- ein Antikriegslied im Gotengewand. Mit seiner Version
reiht sich das Duo in eine Tradition von Marlene Dietrich
bis zu Udo Lindenberg ein - ein sanft-surrealer Sorgensong,
unter farblosem Firnament. (8)
Mathias Schwappach
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