REZI Gothic Magazine, 05/2007

IN MITRA MEDUSA INR I
Kalte Farben
(Apollyon/Alive)
11 Tracks - Time: 52:56

IN MITRA MEDUSA INRI sind so eine Band, bei der es äußerst spannend ist, den bisherigen Werdegang unter die Lupe zu nehmen, der jetzt auch schon über zehn Jahre auf dem Buckel hat. Wavig waren sie irgendwie immer, mal eher gitarrig, mal mehr elektronisch, trotzdem immer irgendwie schön, weil anders und mehr für eine Nische bestimmt, zumindest erschien es so. Mit "Kalte Farben" hat das Duo jetzt mit Sicherheit sein bisher schönstes Album veröffentlicht. "Schön" heißt hier nicht, dass die Vorgänger unschön wären, Quatsch. Vielmehr ist es so, dass IMMI noch nie so Song orientiert gearbeitet haben, und dann binden sie auf einmal auch noch deutsche Texte ein. Egal aus welchen Gründen dies geschehen ist, Fakt ist nur, dass es funktioniert. "Keine Fragen" hätte sogar endlich mal Chancen, in den Clubs gespielt zu werden, was dem Bekanntheitsgrad der beiden Sympathen sicherlich gut tun würde. Gesanglich wurde auch einiges investiert, alles macht irgendwie Sinn, klingt dabei aber überaus charmant. Schade, dass die Tour zum Album abgesagt wurde. Gerade mit dem neuen Material, hätte es sicherlich Spaß gemacht, sich die Zwei mal wieder zu Gemüte zu führen.

(7,5 von 10 Punkten)
Thomas Thyssen

www.gothic-magazine.de

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