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MITRA MEDUSA INR I
Kalte Farben
(Apollyon/Alive)
11 Tracks - Time: 52:56
IN
MITRA MEDUSA INRI sind so eine Band, bei der es äußerst
spannend ist, den bisherigen Werdegang unter die Lupe
zu nehmen, der jetzt auch schon über zehn Jahre auf
dem Buckel hat. Wavig waren sie irgendwie immer, mal eher
gitarrig, mal mehr elektronisch, trotzdem immer irgendwie
schön, weil anders und mehr für eine Nische
bestimmt, zumindest erschien es so. Mit "Kalte Farben"
hat das Duo jetzt mit Sicherheit sein bisher schönstes
Album veröffentlicht. "Schön" heißt hier nicht,
dass die Vorgänger unschön wären, Quatsch.
Vielmehr ist es so, dass IMMI noch nie so Song orientiert
gearbeitet haben, und dann binden sie auf einmal auch
noch deutsche Texte ein. Egal aus welchen Gründen
dies geschehen ist, Fakt ist nur, dass es funktioniert.
"Keine Fragen" hätte sogar endlich mal Chancen, in
den Clubs gespielt zu werden, was dem Bekanntheitsgrad
der beiden Sympathen sicherlich gut tun würde. Gesanglich
wurde auch einiges investiert, alles macht irgendwie Sinn,
klingt dabei aber überaus charmant. Schade, dass
die Tour zum Album abgesagt wurde. Gerade mit dem neuen
Material, hätte es sicherlich Spaß gemacht,
sich die Zwei mal wieder zu Gemüte zu führen.
(7,5 von 10 Punkten)
Thomas Thyssen
www.gothic-magazine.de
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