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IN
MITRA MEDUSA INRI - Ein Neuanfang
"Diese CD wird unser Leben bestimmen
und hat schon jetzt unser Leben verändert", sagten
In Mitra Medusa Inri im Vorfeld über ihre aktuelle
Album-Veröffentlichung "Kalte Farben" aus, die für
die 1992 gegründete Wave-Band aus Mönchengladbach
einen gefühlten Neuanfang darstellt. Erklärende
Worte fand Gitarrist Michael Gronau.
"Das ist eines der schwierigsten
Alben unserer Bandgeschichte, weil wir unheimlich viele
schwere Dinge im privaten Leben zu bewältigen hatten
und auch Überlegungen anstanden, wie es wohl mit
In Mitra Medusa Inri weiter gehen wird. Wir haben zwei
Jahre an den Songs gefeilt und immer wieder viel verändert.
Ich hoffe man hört auch, dass wir uns verändert
haben, denn bei den letzten Alben wurde uns immer vorgeworfen,
wir seien zu ruhig. Wir konnten das nicht mehr hören
und fanden das auch sehr seltsam. Denn die Menschen, die
uns live sahen, waren da immer ganz anderer Meinung. Uns
gibt es jetzt bereits zehn Jahre und dann und wann stellt
man sich die Frage, wie es weitergehen soll. Diesen Veränderungsprozess
zeichnet das neue Album aus. Anhand des letzten Songs
"Say Goodbye" haben wir versucht, den Kampf,
der ins uns stattfindet, musikalisch festzuhalten. Sagt
"Auf Wiedersehen" und beginnt ein neues Leben
im Hier und Jetzt. Lasst alte Schatten hinter euch verschwinden,
geht den Weg des Unbekannten!"
Ergo betrachtet man "Kalte Farben"
als eine Art Wiedergeburt nach über 14jähriger Bandexistenz.
"Wir können diese CD nicht mit den anderen In Mitra
Medusa Inri Alben vergleichen", so Michael. "Es ist in
dem Sinne keine Fortentwicklung, sondern ein Neuanfang.
Wir können es nicht erklären, aber es haben
sich neue Tore und Türen geöffnet. Wir haben
den Schlüssel gefunden." Teil dieser Veränderung
war auch der Zuwachs an deutschsprachigen Texten. "Ja,
das war eine natürliche Entwicklung", überlegt
Michael. "Als die Texte entstanden, waren die vier deutschen
Songtexte einfach so gut, dass wir fühlten, sie bedürfen
keiner Übersetzung. Wir haben den Song "Keine
Fragen" vorab auf unsere Homepage und auf unsere
Myspace-Seite gesetzt und der Song kommt so gut an. Wir
sind selbst ganz überwältigt von den vielen
positiven Resonanzen."
Gut in den Reigen deutscher Texte
passt auch die Vertonung des Gedichtes "Sag Mir, Wo Die
Blumen Sind", das einst schon Marlene Dietrich sang. "Sag
Mir Wo Die Blumen Sind" haben wir 1998 aufgenommen.
Seitdem ruhte es im Tresor", grinst der Gitarrist. "Wir
wussten nie, was wir mit dem Song machen sollten, bis
wir mit unserer neuen CD begannen. Da wurde uns schnell
klar, dass der richtige Zeitpunkt für diesen Song
gekommen war, denn wir glauben an das Schicksal und vertrauen
auf unser Gefühl. Alles zu seiner richtigen Zeit.
Zudem möchten wir natürlich auch zeigen, dass
wir nicht erst seit heute deutsche Texte einsetzen."
Betitelt hat man das neue Album
ebenfalls in der Muttersprache mit "Kalte Farben", was
allerlei Assoziationen zulässt. Was also symbolisiert
der Titel für die Band? "Kalt sind die Farben - kalt ist
die Welt - warm sind die Worte, die wir spüren. Wir
versuchen eine Symbiose der Gegensätze zu erschaffen.
Die Worte in den Songs schreien nach Annäherung und
Weitermachen, doch die "Kalten Farben" - auch
ein Begriff für die Kalte Welt, die Kalten Worte
- stehen im Kampf miteinander, ringen um das Siegerpodest."
Und um das Siegerpodest ringen
könnt auch Ihr, liebe In Mitra Medusa Inri Hörer,
denn "Kalte Farben" wird ein Kreuzworträtsel rund
um die Band beiliegen. Bei der richtigen Auswertung des
Rätsels gibt es einen Abend mit der Band zu gewinnen.
Dabei werden die beiden Bandmitglieder Michael und Sänger
Holger den/die Gewinner/in privat bekochen und einen netten
Abend bereiten. Das ist doch was, oder?
Seit mittlerweile 1992 sind In
Mitra Medusa Inri dabei und haben währenddessen schon
viele Bands kommen und gehen gesehen. Wie hat sich seitdem
aus ihrer Sicht die schwarze Szene und der Musikmarkt
entwickelt? "Zum Schlechten hat sich der Überfluss
entwickelt", überlegt Michael. "Man wird nur so zugeschüttet
mit Massenprodukten. Viele Dinge laufen nur noch nur übers
Geld und Beziehungen. Das nervt schon ziemlich. Der Ursprungsgedanke,
aus dem die Szene entstand, ist leider zum großen
Teil verloren gegangen. Warum versuchen so viele auf einer
Welle mitzuschwimmen und gehen nicht mal einen anderen
Weg, als eine nackte Frau auf dem Cover abzulichten oder
in irgendwelchen Futurepop-Gefilde zu versinken?". Für
In Mitra Medusa Inri hat es hingegen bisher nicht zu größerer
Bekanntheit gereicht, doch die Band lässt sich davon
nicht entmutigen. Was treibt sie an, weiter zu machen?
"Die Lust - das Wort - der Schmerz - unser Seelenheil.
Musik ist Leben und Leben ist Musik", so fasst Michael
abschließend zusammen, was ihm In Mitra Medusa Inri
und ganz allgemein Musik bedeutet. "Wir werden weiter
unsere Musik machen und sehen, wo der Weg uns hinführt.
Es ist ungewiss, wer weiß, was morgen sein wird?"
Sascha Blach
VÖ des Albums "Kalte Farben": April 2007
www.inmitramedusainri.com
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