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Anfang der frühen Neunziger,
als man den Wave tot glaubte, wurde "In Mitra
Medusa Inri" ins Leben gerufen. Mit dem Ziel,
ihre Erlebnisse und Emotionen in Musik umzusetzen, begannen
sie ihr musikalisches Schaffen... und so ziehen sie auch
im März des Jahres 2005 wieder ins Land, um diese
ihre Mission zu erfüllen.
Dabei gelingt es denn Holger und
Michael auf ihrem fünften Album wieder einmal, einen
gehörigen Schritt nach vorne zu machen. Zwar setzen
die Beiden weiterhin auf bewährte Wavegitarren und
(zurückhaltende) Elektronik, jedoch schien der Mix
aus Melancholie und dezentem Pop-Appeal von IMMI noch
nie so reif, ja bis in die hinterste Note und Textzeile
durchinszeniert. Melodien, die im Ohr hängen bleiben,
Flächen die zum träumen einladen und Lyrics,
bei denen es sich lohnt hinzuhören, sollten eigentlich
reichen, um sich bei den Freunden anspruchsvoller Musik
beliebt zu machen. Sicher sind hier und da mal Vergleiche
mit The Cure und ähnlichen Größen angebracht,
jedoch bleibt das Album eine äußerst eigenständige
Auslegung von 80er und Neuzeit-Wave, dem die häufigen
Tempi- und Stimmungsbreaks, sowie die angenehm tiefen
Vocals enorm gut tun. Gegenüber meinen lieben Kollegen
aus der Zunft des Rezensierens trete ich aber dafür
ein, dass Album nicht als „sperrig“, oder „schwere Kost“
zu bezeichnen. Klar, die Flasche Rotwein vorm Kamin wäre
schon ganz stimmig, persönlich empfinde ich das Album
aber nicht als zu schwermütig oder lyrisch überladen,
als das es früher oder später nicht doch als
„Berieselung im Alltag“ dienen könnte.
Da ich mich mit Anspieltipps traditionell
schwer tue, gebe ich auch hier nur folgende Empfehlung:
CD rein, auf Zufallswiedergabe rotieren lassen...und schon
werdet ihr was Schönes zu hören bekommen - versprochen.
www.uselinks.de
http://www.uselinks.de/cd_tips/in_mitra_medusa_inri_without_a_view_of_things.php
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