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1992 wurde
die deutsche Wave-Formation In Mitra Medusa Inri gegründet,
die sich dann aufgrund von ansprechenden Demoaufnahmen
in recht kurzer Zeit einen überregionalen Status
erspielen konnte. Aufgrund von internen Differenzen trennten
sich die Gründungsmitglieder Holger und Michael nur
drei Jahre später, anno 1995, von Volker, der ebenfalls
von Beginn an dabei war. Ungefähr ein Jahr später
meldete sich Mozart, seines Zeichens Umbra et Imago Frontmann
und damals noch Betreiber des Spirit Productions-Labels
wieder bei der Band, da die Anfragen nach IMMI
nicht aufhörten. Die Band raufte sich also wieder
zusammen und spielt den ersten Longplayer "Long
Forgotten World" ein. Doch leider keimten nach
einiger Zeit die selben Probleme, die auch schon damals
zur ersten Trennung führten, wieder auf, was dazu
führte, dass Holger und Michael erneut die Band verließen
und Volker mit einem neuen Line-Up 1998 noch das zweite
IMMI-Album "Commedia Del Arte" veröffentlichte.
"Aber dann war es soweit", berichtet
Michael Gronau, Gitarrist und Soundkopf der Band, sichtlich
zufrieden. "Volker ließ IMMI sterben. Wir
sahen das als unsere Möglichkeit an, wieder mit dem
weiterzumachen, was auch bisher unser Leben bestimmte.
So lag es nahe, da wir zu den Gründungsmitgliedern
von IMMI gehörten, das fortzuführen,
was unser Lebensinhalt ist." Zwischenzeitlich hatten Holger
und Michael bereits als Duo unter dem Banner My Personal
Countdown Material veröffentlicht.
"My Personal Countdown konnte
man als eine Art Projekt ansehen. Das war zu diesem Zeitpunkt
das Ventil um unseren kreativen Output zu nutzen", erzählt
Michael. "Unser Herz schlug höher als wir hörten,
dass Volker nicht mehr als IMMI tätig war.
Somit stand für uns der Entschluss fest: IMMI muss
weiterleben. Es ist ein Teil von uns. Was wir auch unter
My Personal Countdown produzierten, es war nicht das selbe
wie unter dem Namen In Mitra Medusa Inri. Es ist
wie ein Geist der über einem schwebt und halt etwas ganz
besonderes."
Das neue Album, welches by the
way von Escape With Romeo-Mastermind Thomas Elbern, in
dessen Kölner Zeitklang Studio produziert wurde,
klingt anders als bisher von IMMI gewohnt. "Die
Songs auf dem Album "Dreams" stellen
den derzeitigen Höhepunkt unseres kreativen Schaffens
dar", zeigt sich Michael zuversichtlich. "Der typische
Goth-Sound wechselt sich ab mit ruhigen, verträumten
Songs und diese mit eher dancelastigen Tracks. Wir haben
versucht auf dem Album die Verbindung zwischen Elektronik
und Gitarre herzustellen. Wir haben das Gefühl, dass
es uns gelungen ist. Wir haben - unseres Erachtens - eine
100%ige Steigerung erfahren." Erschienen ist "Dreams"
auf dem etablierten deutschen Apollyon-Label, welches
u.a. auch Acts wie The Last Dance und Engelsstaub beherbergt.
"Wir waren sehr lange auf Labelsuche",
lacht Michael." Wir sind zwischenzeitlich auch einige
Male ein wenig verzweifelt; wir dachten, das kann doch
nicht wahr sein. Unsere Musik kann nicht so schlecht sein,
dass uns kein Label signen würde. Dann kam Apollyon
ins Spiel. Der Kontakt kam eigentlich auf dem herkömmlichen
Wege zustande. Band versendet Demo-Tape bzw. CD-R ; Label
hört sich das an - möchte ältere Songs
hören, neuere Stücke, und außer der Musik
muss auch die menschliche Seite stimmen. Bei Apollyon
traf alles zu. Sie finden unsere Musik gut, wir kommen
menschlich super miteinander aus. Die Zusammenarbeit läuft
bestens. Wir haben das Gefühl, ein Label gefunden
zu haben das voll und ganz hinter uns steht. Und das ist
doch wirklich klasse!"
In der Tat. Textlich erscheint
mir "Dreams" auch um einiges gereift, vor
allem im direkten Vergleich mit früheren Werken.
"Die Lyrics setzen sich mit dem Tod, Verlust, Trauer und
Hoffnung auseinander, quasi mit dem was uns täglich
umgibt. Eine Tatsache die uns erst beim zusammenstellen
der Songs für das Album bewusst wurde. Die Texte
behandeln sehr persönliche Dinge. Viel unseres Gefühlslebens
geben wir durch die Texte preis. Wir denken aber, dass
sind Dinge die viele Menschen auch für sich nachvollziehen
können, vielleicht selber schon erfahren haben",
gibt sich Michael Gronau nachdenklich. "An Tagen an denen
einem alles hoffnungslos erscheint, in sich kehrt und
fragt nachdem warum und wieso, kann ein Weg sein sich
selbst zu finden. Kraft schöpfen und einen Neustart
wagen, wird z.b. in dem Song 'This Is Just The Beginning'
dargestellt. Ein andere Text handelt über den Tod
eines guten Freundes, den wir somit zumindest ein wenig
verarbeiten konnten. Die Beziehung zwischen Realität
und Illusion bzw. Traum ist ebenfalls ein zentrales Thema.
Die Realität bestimmt immer wieder unser Leben, holt
uns auf den Boden der Tatsachen zurück. 50 Minuten
möchten wir den Hörern die Flucht aus der Realität
ermöglichen. Wir hoffen das gelingt uns mit "Dreams'".
In der nahen Zukunft werden In
Mitra Medusa Inri wieder verstärkt live zu sehen
sein, unter anderem auch mit den bereits erwähnten
Escape With Romeo. "Wir hoffen, 2003 viel frequentierter
live spielen zu können. Wir haben wieder Blut geleckt!",
gesteht Michael grinsend. "Geplant sind auf jeden Fall
auch Stücke des ersten Longplayers "Long
Forgotten World" zu präsentieren. Holger
wird singen, Denise M. die Keyboards betätigen und
ich werde die Gitarre spielen. Auf jeden Fall werden die
Liveversionen unserer neuen Song wesentlich gitarrenlastiger
sein, als diese auf der neuen CD zu hören sind. Es
kommt eine Menge Power rüber, die sich hoffentlich
auf das Publikum übertragen wird. Wir sind selber
sehr gespannt!". Es wird doch eben immer irgendwie alles
wieder gut.
Thomas Thyssen
www.inmitramedusainri.com
www.apollyon.de
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