REZI Gothic World, Sep. 2002

In Mitra Medusa Inri
"Dreams

Tief verwurzelt in den Sounds der Achtziger ist die Musik, der nach langen Querelen zum Duo geschrumpften Jungs aus dem Ruhrgebiet. Denkt man bei den Keyboardflächen an alte OMD-Sachen, bei den Gitarren an A Flock Of Seagulls und bei dem gebrochenen Gesang manchmal, aber nur manchmal sogar an Sisters Of Mercy... so hat man trotzdem nicht das Gefühl einer reinen Retroband zu lauschen. Zu komplex, zu innovativ, zu modern sind die Sounds die uns auf "Dreams" begegnen. Mit ihrer Mischung aus melancholischem Darkwave und modernen Dance-Elementen, Songs die sich elegant zwischen gepflegter Traurigkeit und verspielten Samples bewegen, Gitarren die manchmal hart sind, sich aber doch meist als Flächen in das vielschichtige Soundgebilde einfügen, einer Stimme die klagend, traurig, gebrochen und dunkel aus den Tiefen der Songs heraussticht... bieten In Mitra Medusa Inri genau die Musik feil, welche das Herz eines jeden junggebliebenen Altgothic höher schlagen lässt. Hier wird die Brücke geschlagen zwischen den "früher war alles besser Zeiten" und dem "heute gibt es auch noch gute Musik Eingeständnis". Ein Album voller Perlen dunkler Färbung, die sich sanft in das Ohr schleichen und den verstörend, wohligen Schauer im Hirn zurücklassen, der uns auf dem Meer der Traurigkeit schweben lässt.Ohne in ernsthafte Depressionen zu fallen. Ich möchte es schlichtweg als modernen "Darkwave" bezeichnen... So gut wie er früher einmal war, wenn nicht sogar noch besser!

Thomas Sabottka für the-gothicworld

Tracklist:

1. Estrangement

2. There Is No One Calling

3. Reality

4. Dreams

5. Hear Me

6. This Is Just The Beginning

7. The Truth

8. Love Is A Killer

9. Why

10. Believe In You