Orkus, Rezi 11/2003

IN MITRA MEDUSA INRI
Darkness between us
CD (Apollyon / EFA)

Laut Pressetext handelt es sich bei dem aktuellen Werk von In Mitra Medusa Inri um "Joy Division meets New Order meets The Cure". Ergänzen lässt sich, auch wenn Band und Label danach vielleicht zur Steinigung der Rezensentin aufrufen, dass hier und da noch ein guter Schuss Diary of Dreams hinzukommt. So, für alle Kritiker an Kritikern: Ja, die Schubladen sind hier wieder mal gefallen. Aber gibt so eine Schublade nicht leichter zu verstehen, wie nun die Platte ungefähr klingt, als Stichwortbrocken wie "wundervoller Gesang, "wundervoll weinende Gitarren" und treibende Drums. Diese drei Charakteristika treffen zwar ebenfalls auf Darkness Between Us zu, doch helfen sie wirklich weiter? Jedenfalls lässt sich noch der beliebte Satz hinzufügen, den jede Gruppe und jede Plattenfirma für ein neues Output bereithält: das bisher beste Album, das die Band bisher gemacht hat! Tja, nur in diesem Falle stimmt es auch einmal! Ach, und ein gewisse Verwandtschaft mit Clan of Xymox lässt sich zudem heraushören. Waren das genügend Infos? Nee? Also gut, Obschon In Mitra Medusa Inri sicher nicht das sprichwörtliche Rad neu erfunden haben (welche Band tut das schon heute noch?!), ist Darkness Between Us ein schönes, eingängiges, melancholisches Album geworden, auf dem auch dezente Keyboardklänge zum Einsatz kommen. Nu ist aber gut! Selber hören ;-) Kleiner Nachtrag: Auf der limitierten Erstauflage werden zusätzlich noch ein exklusiver Song und zwei Videos geboten!

Anja Weller