Kritiken über IN MITRA MEDUSA INRI

Rezi The Black Gift (www.the-black-gift.de)

Es hat etwas gedauert, aber jetzt gibt es etwas neues von IN MITRA MEDUSA INRI. Auf dem Bandeigenen Label INFECT wurde eine MCD mit fünf Stücken romantischem dunklen Wave veröffentlicht. Wer erinnert sich nicht gerne an die Zeit, des Waves. Und hier setzen IN MITRA MEDUSA INRI an. Melodisch, melancholisch und Gitarrendominiert. Wie man es eben aus früheren Zeiten kennt und liebt. Man schließt die Augen und wird auf einem weichen angenehmen Soundteppich dahingetragen. Doch leider ist nach einer knappen halben Stunde dieser Traum vorbei, und man befindet sich wieder in der Realität. Aber die Seele ruft nach mehr!

 

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Kritik Westzeit / Okober 2001

Auch auf diesem 5-Tracker beweist das niederrheinische Duo, dass man beim Begriff DARK WAVE nicht direkt in die trüben 80er zurück fallen muss. Vielmehr wird hier der vielleicht manchmal etwas obsolet wirkende Spirit vergangener Zeiten frisch verarbeitet. Man spürt die Leidenschaft, die düstere Schattentänze bewirken können. Ein feines halbes Stündchen dunkler Gedanken und Klänge.

Axel Nothen f. Westzeit

 

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Kritik Nacht-Wandler / Sep. 2001

In Mitra Medusa Inri, welch ungewöhnlichen Name! Der Phantasiename ist eine Aneinanderreihung von Begriffen, die jede für sich einen tieferen Sinn hat. Er setzt sich aus dem Namen der griechischen Göttin Medusa, dem Fischkopf des Gottes Dagon und der Abkürzung von Jesus' Kreuizinschrift zusammen. Dennoch steht der Name nicht für ein vorgegebenes Schema, sondern ruft zum Glauben vor allem an sich selbst auf.

Die neue EP der (mit Unterbrechungen) schon seit 1992 bestehenden Band überzeugt durch eine gelungene Mischung von DarkWave und Gothic die an Clan Of Xymox, die frühen Lakaien oder die Sisters erinnert. Die CD kommt mit einem ruhigen Grundtenor daher und verzichtet auf grosse Sound-Effekte, sondern lässt die dunkle, warme Stimme des Sängers dominieren. Dennoch ist die CD nicht nur zum Hören uind Träumen gedacht (wofür sie übrigens bestens geeignet ist!), sondern sie bietet mit "The Wind That Stroke The Trees" oder "Heaven Under Sea" auch zwei tanzbare Songs.

Bleibt zu hoffen, dass es den Mönchengladbachern Jungs gelingen wird, einen Plattenvertrag zu kriegen - ich bin gespannt auf weitere Veröffentlichungen!

 

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Kritik Carpe Noctem Radio

Tja, Totgesagte leben eben doch länger. Nachdem "In Mitra Medusa Inri" bereits zwei Splits hinter sich haben, kann man nach ihrer erneuten Wiederauferstehung eigentlich nur hoffen, dass die Band sich diesmal länger halten kann. Das einstige Dreamteam ist von einem Trio jedoch auf ein Duo geschrumpft, da die ständigen Quereleien mit ihrem Sänger nicht länger tragbar waren, und eine Trennung wohl mehr zu verhindern war. Hat sich der erneute Versuch die Musiklandschaft unsicher zu machen denn gelohnt?
Ja, aber auf alle Fälle würde ich sagen. "In Mitra Medusa Inri" kombinieren Dark Wave Elemente geschickt mit Einflüssen aus dem Gothic Bereich. Ihre neue EP besticht durch einen ruhigen, warmen Grundtenor. Hektisch, brutal und 180 BPM, das sind Begriffe, die der Musik der beiden Mönchengladbacher überhaupt nicht gerecht werden. Vergleiche zu Wolfsheim oder auch Deine Lakaien sind schon eher angebracht, vermögen die Musik von "In Mitra Medusa Inri" aber auch nicht richtig zu beschreiben. Der Schwerpunkt ihrer Musik liegt vielmehr in zauberhaften, kleinen Songs, die ihre Faszination aus den eingängigen Melodien ziehen. Die Jungs stopfen glücklicherweise nicht zu viele Sounds auf einmal in ihre Stücke, so dass sie für den Hörer schön überschaubar bleiben. Mit "The wind that stroke the trees" oder "Heaven under sea" haben die beiden aber auch zwei richtig tanzbare Stücke auf ihre CD gebannt. Einziger Schwachpunkt sind für mich die an manchen Stellen gewählten Synthesizer Sounds, die besonders beim Opener "Heaven under sea" ein wenig nach Sesamstraße klingen.
Alles in allem sind "In Mitra Medus Inri" aber mehr als würdevoll zur Musiklandschaft zurückgekehrt. Die Band wird übrigens dieses Jahr beim Wave Gotik Treffen in Leipzig auftreten.

Simon Borchert

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