| Rheinische
Post 2001
In Mitra Medusa
Inri! Gruftiger Gesang und
effektvoll eingesetzte Instrumente sorgen für düstere Grundstimmung,
bevor treibende Schlagzeug-Beats und glockenähnliche Keyboard-Klänge
im Verbund mit percussiven Gitarrenriffs das Klangbild aufmuntern:
Es ist Zeit für Wave-Rock à là In Mitra Medusa Inri.
Das 1992 als Trio gegründete Mönchengladbacher Bandprojekt
ist nach diversen Querelen zum Duo geschrumpft und legt jetzt
nach dem 1996 erfolgreich veröffentlichten Longplayer Long
Forgotten World" sein aktuelle CD In Mitra Medusa
Inri" vor. Starke Kompositionen und gelungene Studioarbeit
(überwiegend im Venloer Tonstudio bei Wim Kaufmann ) sorgen
bei den fünf Songs mit knapp 30 Minuten für echtes Hörvergnügen.
Die eingängigen Titel strotzen vor Kraft und überraschen mit
witzigen Arrangements (Shimmering Falling"), verlassen
dabei oft klammheimlich die düstere Stimmung und werden unmerklich
zum flotten, fast fröhlichen Beat. Der Song A Lover
Called Sorrow" zeigt die Qualitäten von Sänger Holger
und Instrumentalist Michael exemplarisch auf. Auch der Radio
Edit von The Wind Stroke The Trees" mit fetten
Drums und klangvollen, zuweilen schräg daher kommenden Samples,
macht Lust auf mehr. Für's Arrangieren, Komponieren und Texten
zeichnen beide gemeinsam verantwortlich. Mit ihrer Arbeit
wollen die Musiker an die frühen Erfolge anknüpfen. Schließlich
verkaufte die erste Scheibe stolze 2000 Exemplare und fand
Beachtung weit über die Stadtgrenzen hinaus. Fans sitzen beispielsweise
in Rumänien, Italien und den USA. Schließlich Diese
Band ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens" lautet
ihr klares Statement.
Horst Pawlik - Rheinische Post 03.10.01
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| Gothic
Radio Essen 2001
Unter dem Einfluss der momentanen Electromania
und der Flut neuer Bands, ist es alles andere als Einfach
den Überblick zu behalten. Da fällt das Minialbum der Band
In Mitra Medusa Inri doch angenehm aus dem beatlastigen Rahmen.
Anders als viele ihrer Kollegen, versucht das Mönchengladbacher
Duo nicht auf den rein elektronischen Zug aufzuspringen.
Die neue EP, der bereits 1996 gegründeten
Combo überzeugt durch eine gelungene Komposition von Gothic
und DarkWave-Elementen. Das gesamte Album präsentiert sich
mit einer eher ruhigen Grundmelodie und wird dennoch nicht
langweilig. Die Qualität jedes einzelnen Songs steckt allerdings
im Detail, was dazu animiert, die Repeat-Taste des CD-Players
endlich mal wieder zu betätigen. Die dunkle, ruhige Stimme
des Sängers garantiert nicht nur einen hohen Wiedererkennungswert,
sondern korrespondiert auch gut mit den Gitarrensequenzen
und schafft eine gefühlvolle Atmosphäre. Songs wie "Heaven
Under Sea" und "Wind Stroke The Trees" sind
ausserdem recht tanzbare Stücke und würden sich in den Clubs
sicher schnell etablieren.
Leider sind die beiden Inris derzeit
noch auf der Suche nach einem geeigneten Label, was bei dem
derzeitigen Elektroboom kein einfaches Unterfangen ist. Zudem
Richtet sich das Hauptaugenmerk der Produzenten doch eher
auf die "leichte Kost" und in dieses Schema passen
In Mitra Medusa Inri keines Falls. Ein bisschen von Bands
wie Clan Of Xymox, The Last Dance, Deine Lakaien und Love
Like Blood aber eben doch mit einer ganz eigentümlichen Note,
so präsentieren sich In Mitra Medusa Inri und wie ich
finde, recht überzeugend. Also, reinhören lohnt sich auf jeden
Fall.
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