REZI www.uselinks.de, 08/2007

Bislang waren die Kontakte mit der Band „In Mitra Medua Inri“ eher spärlich. Zwar findet sich hier bereits eine Rezension zum Vorgängeralbum doch die hat damals ein Kollege übernommen. Insofern sind mir der doch ungewöhnliche Bandname und ein Zitat aus besagter Rezension im Gedächtnis geblieben. Da hieß es nämlich „CD rein, auf Zufallswiedergabe rotieren lassen...und schon werdet ihr was Schönes zu hören bekommen“ und erst jetzt weiß ich was damit gemeint war.

Bereits vor 15 Jahren gründete sich die Band und veröffentlichte bereits 1996 eine erste CD. Das Mönchengladbacher Duo lässt sich grob im Bereich Dark Wave ansiedeln. Doch greift diese Schublade auch nur bedingt, da es hier sehr elektronisch zu Werke geht. Als Orientierungsvergleich lassen sich die elektronischeren Songs von Diary Of Dreams heranziehen, denn gerade in gesanglicher Hinsicht zeichnen sich doch einige parallelen ab. Auf der Bandeigenen MySpace Seite werden folgende Bands als Einflüsse genant: The Cure, Echo and the Bunnyman, Joy Division, Clan of Xymox, New Order und die bereits schon genanten Diary of Dreams.

Die Instrumentierung schwankt dabei zwischen dunklen Beats, Gitarren und Klavierklängen. Kalte Farben, startet mit dem Track „Nimm die Lügen von mir“ einem Track der sehr an DOD erinnert aber deswegen nicht gleich schlecht ist. Im weiteren Verlauf tauschen sich dann englische und deutsche Texte ab. Die englischen Texte offenbaren aber auch gewisse Gesangsschwächen, denn es ist mir fast unmöglich den kompletten Text zu erfassen.

In Mitra Medua Inri bieten eine bunte Mischung aus vielen Stilelementen und schaffen damit ein faszinierendes Soundgeflecht. Was dem Album aber fehlt sind ein paar Glanzlichter und so langsam verstehe ich eingangs bereits erwähntes Zitat. Egal welchen Track man sich anhört, wird man etwas schönes Hören doch man wird nicht den Hit des Albums treffen weil dieser schlicht nicht vorhanden ist und genau das macht es schwer dieses Album zu bewerten.

Eines der wenigen Werke, das es schafft mich gleichzeitig zu faszinieren und nicht hundertprozentig zu überzeugen.

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