|
IN
MITRA MEDUSA INR I
Kalte Farben
Eines der ersten wirklichen
Highlights im Gothic-Bereich liefert die Band In Mitra
Medusa Inri mit ihrem neuen Album „Kalte Farben“ ab. Da
ich mich schon von den Qualitäten dieser Band im
Vorprgramm von Fetisch:Mensch überzeugen konnte,
freut es mich umso mehr, ein Interview mit der Band führen
zu können.
Zuerst
einmal Glückwunsch zu eurem tollen neuen Album. Nachdem
ich vergleichend auch eure alten Werke mir noch einmal
zu Gemüte geführt habe, muss ich sagen, dass
es sich wohl um euer intensivstes Werk handelt. Wie lang
habt ihr insgesamt am neuen Material gearbeitet?
>> An den Songs haben wir circa
zwei Jahre gearbeitet. Das war eine sehr lange und eine
sehr intensive Arbeit. Weiß gar nicht, wie oft wir
die Songs überarbeitet haben. Letztendlich haben
wir jeden Song noch einmal in Angriff genommen, bevor
wir ins Studio gegangen sind. Der Song „Why Can You Sing
At Daylight” ist in der Form auch erst eine Woche vor
den Studioaufnahmen entstanden. Zudem haben wir ja auch
deutsche Songs auf die CD gebannt. Wir mussten hier gar
nicht überlegen, ob wir die englisch oder deutsch
machen, denn die Texte und die Musik passten wirklich
hundertprozentig zueinander. Von Freunden wurde uns sogar
gesagt, dass die deutschen Songs die englischen noch mal
übertrumpfen. Das ist ein schönes Kompliment
für uns. Da wir ja auch schon auf anderen CDs hin
und wieder etwas deutsches hatten, ist es auch nicht ungewöhnlich
für uns, dass wir so fortgeschritten sind. Ja und
in unseren Ohren ist der Song „KEINE FRAGEN“ das absolute
Highlight der CD. Deshalb entschieden wir uns auch, dieses
Stück schon vor Veröffentlichung kostenlos zum
Download auf unsere Homepage zu stellen. Und was sollen
wir sagen, die Leute sind begeistert. Was uns natürlich
ebenfalls sehr freut. Wer hätte das gedacht... <
Mit „Kalte Farben“ habt ihr ein
durch und durch gelungenes Wave- Album geschaffen. Was
sich nicht nur darin zeigt, dass der gleichnamige Titeltrack
bereits vor Veröffentlichung auf Platz 2 der Charts
des Online-Radiosenders http://www.radio.xes-666.de
gevotet wurde. Welche Hoffnungen verbindet ihr mit eurem
neuen Album?
>> Ja, und noch besser beim Radiosender
http://www.radio-subway.de.
Da waren wir kurz nach Einstieg in deren Charts auf Platz
eins, vor Bands wie The Crüxshadows oder auch Northern
Lite, sind dann auf Platz drei abgerutscht und eine Woche
später waren wir wieder auf Platz eins der Charts...
das ist mal super... Wir hoffen, dass eine breite Hörerschaft
Zugang zu der CD findet, ist es doch bisher unser bestes
und auch eingängigstes Werk seit Bestehen von In
Mitra Medusa Inri. Zum anderen hoffen wir auch auf mehr
Nachfragen bzgl. Live Gigs. Irgendwie ist das schon komisch.
Als wir auf dem „M’era Luna“ 2005 spielten, wurden wir
als Geheimtipp angekündigt und sehr viele Leute kennen
uns. Wir verstehen das manchmal selbst nicht so genau,
woran das liegt. Aber wir sind guter Dinge, was die CD
angeht und wünschen uns, dass die Hörer offen
sind für diese Art von Musik. <<
Als
Bonustrack habt ihr den Pete Seeger Song „Sag mir wo die
Blumen sind“ gecovert. Wie kamt ihr auf diese Idee?
>> Der Song ist bereits im Jahre
1998 entstanden und lag jetzt ja fast zehn Jahre im Schrank.
Wir haben den Song aber nicht gecovert, sondern interpretiert,
so wie wir ihn spielen würden. Und letztendlich hat
es die Zeit gebraucht bis wir dieses Album machten, damit
er es auf einen Longplayer schafft. Zu allen anderen CDs
von uns hat er nicht gepasst. Aber wir glauben in gewisser
Art und Weise an das Schicksal und nun ist es soweit.
<
Wie ich gelesen habe, werdet ihr
demnächst in Berlin im "K17" als Live- Act zu Gast
sein. Wie sehen eure weiteren Pläne für das Jahr
2007 aus? Wird es eine Tour zum neuen Album geben?
>> Wir planen ein Releasekonzert
in unserer Heimatstadt Mönchengladbach und weitere
Konzerte würden wir auch gerne spielen. Wir sind
in der Planungsphase. Mal sehen was daraus wird. Ihr könnt
uns die Daumen drücken, dass wir eine kleine Tour
in Zusammenarbeit mit unserer Bookinagentur „Wings of
Destiny“ auf die Beine gestellt bekommen. <
Wenn man eure neue Homepage besucht,
kann man nachlesen, dass es euch nun schon fast genau
fünfzehn Jahre lang, mit mehr oder weniger starken
Unterbrechungen, gibt. Was motiviert einen, über
so lange Zeit Musik zu machen? Noch dazu, wenn man sich
in einer Zeit befindet, in der Musik mehr und mehr zum
allgemeinen Gebrauchsgegenstand der Menschen geworden
ist.
>> Musik ist unser Lebensinhalt.
In Mitra Medusa Inri ist unser Lebensinhalt. Somit bleibt
uns gar nichts anders übrig, als immer wieder neue
CDs zu machen. Wir können uns momentan auch nichts
anderes vorstellen. Es ist auch einfach immer wieder ein
schönes Gefühl, wenn du das Feedback von den
Fans bekommst und merkst, dass die Gedanken, die in einem
waren, als die Songs entstanden, bei dem Fans ankommen.
Was will man mehr? Das ist doch eines der schönsten
Dinge, die es gibt. Und wie du schon sagtest: Die Songs
haben Ohrwurmcharakter und bleiben in den Gedanken. Das
motiviert, wenn man diese schönen Dinge gesagt bekommt.
Zum anderen können wir die Musik als Ventil nutzen
und die erlebten Dinge verarbeiten. <
Wenn du dennoch auf eure Bandgeschichte
zurückblickst, was war Höhepunkt eurer Band
In Mitra Medusa Inri?
>> Da gab es viele verschiedene.
Als wir damals 1996 unsere erste CD in den Händen
hielten war das ein Höhepunkt. So ging es immer weiter.
Dann hatten wir zwei Gigs in England, wo wir vom Publikum
unheimlich gefeiert wurden. Konzerte mit den The Crüxshadows,
mit Escape with Romeo, das „M’era Luna“-Festival. Das
kann einem nicht mehr genommen werden. Es sind so einige
Träume für uns in Erfüllung gegangen. Eigentlich
ist jede CD immer wieder ein Höhepunkt. Wenn wir
uns Gedanken über die Booklet-Gestaltung machen,
über die Songs und letztendlich dann das gute Stück
zum ersten Mal in den Händen haben. <
Noch ein letztes Wort eurerseits?
>> Macht alles so wie es bisher
geschah. Denn das Schicksal zeichnet eueren Weg. Lernt
das Glück, welches euch zufällt, zu erkennen
und anzunehmen. <<
Ich kann nur sagen der Kauf eurer
CD lohnt sich auf jedenfall. „Kalte Farben“ sind aus meinem
CD-Player zurzeit nicht wegzudenken. Danke für ein
tolles Album und das Interview.
>> Besten Dank, und gerne wieder.
Wir sehen und hören uns bei einem unserer Gigs. <<
Markus Förster
|