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IN
MITRA MEDUSA INRI
"Without A View Of Things"
(Apollyon/Alive)
Mit ihrem fünften Silberling
wendet sich das Duo wieder verstärkt wavigen Gitarren
zu, ohne dabei allerdings auf den atmosphärischen
Einsatz von synthetischen Klangspielereien zu verzichten.
Vielmehr erklingt das gesamte Werk in einem Tenor, der
mehr Verknüpfungen zu den Achtzigern zulässt,
sich aber nicht vor einem zeitgemäßen Tonbild
verschließt. Bereits der Opener und Titeltrack macht
deutlich, dass man es bei dieser Scheibe nicht mit leicht
konsumierbarer Massenware zu tun hat, die zur täglichen
Hausarbeit als Berieselung oder als Tanzflächenkracher
genutzt werden kann, sondern um musikalische Emotionen
und Reflexionen, die volle Aufmerksamkeit verlangen. Anfangs
mag der ein oder andere Song ein wenig sperrig erscheinen,
doch macht man sich die Mühe, sich mit Texten und
Kompositionen auseinander zu setzen, dann erschließt
sich dem Zuhörer eine filigrane Zerbrechlichkeit,
ein melancholischer Abstieg in die eigene Psyche; Titel
wie "Timeless Space Of Sadness" oder "Rejected And Forgotten"
sprechen Bände. Ein Album, das die Macht hat zu beschäftigen,
zu bewegen und zu Tagträumen zu verleiten.
pöda
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