REZI www.uselinks.de, April 2005

Anfang der frühen Neunziger, als man den Wave tot glaubte, wurde "In Mitra Medusa Inri" ins Leben gerufen. Mit dem Ziel, ihre Erlebnisse und Emotionen in Musik umzusetzen, begannen sie ihr musikalisches Schaffen... und so ziehen sie auch im März des Jahres 2005 wieder ins Land, um diese ihre Mission zu erfüllen.

Dabei gelingt es denn Holger und Michael auf ihrem fünften Album wieder einmal, einen gehörigen Schritt nach vorne zu machen. Zwar setzen die Beiden weiterhin auf bewährte Wavegitarren und (zurückhaltende) Elektronik, jedoch schien der Mix aus Melancholie und dezentem Pop-Appeal von IMMI noch nie so reif, ja bis in die hinterste Note und Textzeile durchinszeniert. Melodien, die im Ohr hängen bleiben, Flächen die zum träumen einladen und Lyrics, bei denen es sich lohnt hinzuhören, sollten eigentlich reichen, um sich bei den Freunden anspruchsvoller Musik beliebt zu machen. Sicher sind hier und da mal Vergleiche mit The Cure und ähnlichen Größen angebracht, jedoch bleibt das Album eine äußerst eigenständige Auslegung von 80er und Neuzeit-Wave, dem die häufigen Tempi- und Stimmungsbreaks, sowie die angenehm tiefen Vocals enorm gut tun. Gegenüber meinen lieben Kollegen aus der Zunft des Rezensierens trete ich aber dafür ein, dass Album nicht als „sperrig“, oder „schwere Kost“ zu bezeichnen. Klar, die Flasche Rotwein vorm Kamin wäre schon ganz stimmig, persönlich empfinde ich das Album aber nicht als zu schwermütig oder lyrisch überladen, als das es früher oder später nicht doch als „Berieselung im Alltag“ dienen könnte.

Da ich mich mit Anspieltipps traditionell schwer tue, gebe ich auch hier nur folgende Empfehlung: CD rein, auf Zufallswiedergabe rotieren lassen...und schon werdet ihr was Schönes zu hören bekommen - versprochen.

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http://www.uselinks.de/cd_tips/in_mitra_medusa_inri_without_a_view_of_things.php

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