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Wenn Musik der zu Schallwellen
gewordene Ausdruck von Emotionen darstellt, dann ist der
Band vom Niederrhein mit ihrem neuen Album „Without
A View Of Things“ erneut ein Meisterwerk an Ausdrucksstärke,
-kraft und melancholischen Gefühlsmomenten gelungen.
Einzig die Gitarren lassen die Einflüsse des Postpunk
noch erahnen, ansonsten haben In Mitra mit diesem Album
zu sich selbst gefunden: zu zwölf helldunklen Wave-Songs,
die zwischen elektronischen und rockigen Elementen hin
und her wechseln, Melancholie pur darstellen und vor allem
songschreiberisch das Ergebnis absoluter Extraklasse sind.
Die Stimme Holger Meyers treibt mit ihrer warmen und ausdrucksstarken
Stimme wohlige Schauer den Rücken und rauf und runter,
wobei die Melodien die Gefühlswelten der Texte nicht
nur erahnen sondern wirklich erfühlen lassen. In
Mitra Medusa Inri sind im positivsten Sinne des Wortes
Überzeugungstäter die mit „Without A View Of
Things“ ihr bis dato bestes Album abgeliefert haben, das
eigentlich keiner gesonderten Anspieltipps bedarf, so
in sich geschlossen und mit soviel Herzblut eingespielt
und geschrieben wurde, dass es der Ausdruck eines künstlerischen
Gemeinschaftsgefühls seiner beiden Protagonisten
darstellt als eine Aneinanderreihung von zufällig
entstandenen Stücken. Erneut ein mehr als überzeugendes
Album.
9/10 - MK
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