REZI www.nocturnalhall.com, Mai 2005

IN MITRA MEDUSA INRI gibt es schon seit den frühen neunziger Jahren, und seitdem veröffentlichen sie unermüdlich Alben mit ihren schönen Wave-Pop-Songs, obwohl ihnen der große Durchbruch in der Szene immer noch versagt bleibt. Without A View Of Things ist ihr sechstes Werk, und wie auf den Vorgängern präsentiert das Duo melancholische Musik, die mal eher elektronisch und mal eher gitarrenwavig ist. IN MITRA MEDUSA INRI sind sich treu geblieben, einen großartigen Stilwechsel gibt es nicht zu hören – aber das erwartet man ja auch nicht von ihnen. Tracks wie Her Perfect Beauty oder What I Think sind schöne Songs, die Einflüsse von The Cure oder Clan Of Xymox ab und zu mal durchblitzen lassen. Dabei treten IN MITRA MEDUSA INRI aber nicht auf der Stelle, sie bauen hier und da ein paar Experimente ein – verzichten aber zum Glück auf die Futurepop-Elemente des letzten Albums. So wird der Titeltrack Without A View Of Things von deutschem Sprechgesang untermalt, es gibt Soundspielereien und hier und da mal dominantere Gitarren. Alles in allem ist das Album eher getragener und verträumter, erst bei den letzten Songs wie Calling It A Thing Is Wrong und When I’m At Home wird es ein bisschen flotter. Wie immer bei IN MITRA MEDUSA INRI: Ein schönes Album.

http://www.nocturnalhall.com/reviews/I/immi_without.htm
http://www.nocturnalhall.com

back