Resistance Radio, Essen 2003

„Als man den Wave für tot glaube, wurden In Mitra Medusa Inri ins Leben gerufen“. So steht es auf der Hompage des Mönchengladbacher Duos. Das war 1992.

Heute – 2003 – halten wir die fünfte Veröffentlichung „Darkness Between Us“in den Händen. Der Titel ist durchaus Programm, denn das Album ist fast durchgängig schwer- und wehmütig, wenn auch nicht depressiv. Es ist genau dieses angenehme Maß an Melancholie, dem man sich ab und an gerne mal hingibt. Durchbrochen wird es jedoch von Tracks wie „Sometimes“ und „DO YOU CALL THAT HUMAN“. Diese Tracks sind elektronischer und auch durchaus kommerzieller ausgelegt – was wiederum nicht negativ aufzufassen ist. Sie hinterlassen bei mir gemischte Gefühle: Einerseits eine willkommene Abwechslung. Auf der anderen Seite wirken sie irgendwie wie Fremdkörper. Auch die synthetischen Chöre bei „You Came From The Sun“ irritieren mich mehr als daß sie begeistern. Trotz der Eletronik dominieren ständig latent präsente und an die 80er erinnernde Gitarrenwavesounds. Doch bereits der Opener "Darkness Between Us“ zeigt uns die ungefähre Richtung des Albums: Düstere Musik irgendwo zwischen Dark- und Gitarrenwave, angereichert mit elektronischen Elementen. Anspieltip: Disappointment Remains. Hier trifft Synthpop auf Gitarrenwave. Der Song geht zumindest ansatzweise nach vorne und lädt dazu ein verträumt vor sich hinzutanzen ...

„Darkess Between Us“ ist kein Album, was unbedingt direkt beim ersten Hören gefällt. Man sollte sich mehrfach damit auseinander setzten. Am besten an einem lauschigem Plätzchen mit einer leckeren Flasche Rotwein ...