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Nach dem
fulminanten Comebackalbum im letzten Jahr, und den damit
verbundenen Konzerten, die sie bis nach Großbritannien
führten, legen IN MITRA MEDUSA INRI noch einen
oben drauf. Geblieben ist ihr von melancholischer Schönheit
bestimmter Dark Wave, die flirrenden Gitarren und gradlinigen
Synthesizerakkorde. Insgesamt aber gehen sie geschlossener,
ausgeruhter vor. Lassen sich Zeit für Atmosphäre
und entwickeln ein gutes Gespür für einschmeichelnde
Melodien. Da kann es auch schon mal etwas schneller, tanzbarer
werden, bleibt aber insgesamt im Grundtenor, der nicht
ungewollt an 80ties erinnernden, eher ruhigen und verträumten
Songs. Hin und her schwingend, zwischen flächendeckenden
Wavegitarren, einigen Synthiepopanleihen und kraftvollen
Elektronics.
Was aber die auffälligste
Veränderung und vor allem größte Steigerung
anbelangt, sind die Vocals. Hier haben IN MITRA MEDUSA
INRI einen derartigen Sprung nach vorn gemacht. Manchmal
mehrstimmig eingesungen, klingen sie nicht mehr nur gebrochen
und klagend, sondern auch kraftvoll, lockend, zärtlich,
verträumt und manchmal bewusst gelangweilt. So beweisen
Holger und Michael das sie nicht gewillt
sind, sich auf alten Tugenden auszuruhen, sondern Veränderungen
nicht nur zu zulassen, sondern vor allem zu forcieren.
"The Darkness Between Us"
ist ein Album, das Aufmerksamkeit verdient, ein kleiner
Kunstgriff einer Band, die sich trotz aller Parallelen
in einem eigenständigen Universum voller verblüffend
schnell ins Ohr gehender Songs bewegen.
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