Zillo, Nov. 2002

IN MITRA MEDUSA INRI

 

Nach Exitus und Reinkarnation senden In Mitra Medusa Inri, inzwischen zum Duo geschrumpft, mit "Dreams", passend zur Gründung vor zehn Jahren, ein erneutes Lebenszeichen. Ein Lebenszeichen das sich schnell zu einer melancholisch verklärten Traumreise in die 80er entpuppt. Eine Traumreise, die schon beim ersten visuellen Kontakt beginnt, trifft das Auge doch auf ein Cover in kühlem Schwarz/weiss-Design, assoziiert das optische Styling des Duos ebenfalls ein New-Wave-Flair längst verstrichener Tage. Nicht anders verhält es sich mit der Musik. Weder antiquiert noch zu modern klingend, haben In Mitra Medusa Inri eine auf eine Art zeitlos wirkende Musik für eine traumdürstende, dezent nostalgisch behaftete New-Wave-Generation entworfen. Einem minimalistischen Prinzip elektronischer Tugenden folgend, hat das Duo zehn sanftmütig schmeichelnde Klangperlen in Dark-Wave-Manier entworfen, die sich allesamt für die melancholisch verklärten Momente irdischen Daseins eignen. Obwohl von eher ruhigem Plusschlag getrieben, steigen aus diesem Entspannungsbad wohltuende, eingängig fließende Melodien auf, die Herz und Hirn fusionieren und das Kopf-Kino zu traumhaften Sequenzen animieren. Ein Kopf-Kino-Erlebnis, für das man gerne einen Zuschlag wegen Überlänge zahlen würde.

Frank Rummeleit

 

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