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In Mitra Medusa Inri
"Lebe
deine Träume, träume nicht dein Leben"
- Das neue Album "Dreams"
wird ab September im Handel erhältlich sein, damit
gibt es Grund genug nachzuhaken...
Ende September kommt ihr Album
"Dreams" in die Plattenläden und vorab konnten
wir schon einmal paar Fragen an Holger und Michael von
In Mitra Medusa Inri richten. Gegründet wurde
IMMI 1992 von Holger, Michael und Volker. Wobei interne
Differenzen auftraten, die schließ lich 1998 zur
Trennung führten und zum Neubeginn von Holger und
Michael. Im letzten Jahr kam im Eigenvertrieb das Minialbum
mit dem Titel des Bandnamens heraus und die Botschaft
lautete "Schließt die Augen und lasst Euch fallen".
Mit "Dreams" wird nun bei Apollyon am 27. September
02 eine wavellastigere Platte veräffentlicht, die
auffordert: "Lebe deine Träume, träume nicht
dein Leben"...
a.jo: Ihr habt im letzten
Jahr das Minialbum unter Eurem Bandnamen veröffentlicht
und im Eigenvertrieb unter die Leute gebracht, hattet
Ihr damals schon einige Songs von "Dreams" im Kopf
oder sind alle Songs im letzten Jahr kreiert worden?
Michael: Der Hauptarbeitsprozess
hat ab Januar 2002 stattgefunden. Ideen waren schon einige
da. Wir haben diese noch einmal überarbeitet, um
somit wirklich mit unserem Werk zufrieden zu sein. Der
Song, der auch Titelsong der CD ist - "Dreams"
- war auch komischerweise der erste Song, den wir geschrieben
hatten. Das ist uns aber erst nachher bewusst geworden.
a.jo: Wie kam es eigentlich
zur Zusammenarbeit mit Thomas Elbern und Apollyon? War
es ein Zufall oder ein steiniger Weg?
Holger: Bei unserem Plattenlabel
- Apollyon - haben wir uns beworben. Sind hier also den
ganz normalen Weg gegangen. Band versendet Demotape/CD;
fragt beim Label nach, ob die Musik gefällt. Nach
vielen Gesprächen und Telefonaten war es klar, dass
wir bei Mark & Waldemar unter Vertrag genommen werden.
Eine große Rolle spielt auch die menschliche Seite. Diese
stimmt zwischen den Apollyon Jungs und uns.
Michael: Der Kontakt zu
Thomas kam auf ähnliche Weise zustande. Wir haben
einfach angefragt ob er Lust hätte, die Aufnahmen
zur neuen CD mit uns zu machen. Das war eher der unkompliziertere
Weg. Wir verstehen uns auch super. Die zwei Wochen im
Zeitklangstudio von Thomas waren neben dem ganzen Stress
durch die Aufnahmen aber sehr spaßig.
a.jo: "Dreams",
was für konkrete Träume oder Wünsche habt
ihr in dieses Album gelegt?
Holger: Das Album "Dreams"
ist die Fortführung dessen, was bereits auf der EP
in Ansätzen zu hören war. Wir waren uns zu Beginn
gar nicht so sicher, ob uns es gelingen wird eine Steigerung
zu finden. Doch die Steigerung liegt demnächst auf
dem Album "Dreams" in gepreßter Form
vor. Das gesamte Werk, beginnend beim Booklet, bei den
Texten und zu guter letzt bei den Songs stellt zum Zeitpunkt
der Fertigstellung den Höhepunkt unseres kreativen
Schaffens da. Wir freuen uns, wenn das Album von den Hörern
gut angenommen wird und wir viele Menschen für uns
gewinnen können. Sie dadurch teilhaben lassen an
unseren Gedanken und dem, was wir mit unserer Musik ausdrücken
möchten.
a.jo: Kommt eigentlich mit
jeder neu angefangenen und dann fertig gestellten Platte
die Angst auf, sich evtl. zu wiederholen? Wenn ja, wie
geht Ihr mit dieser Angst um?
Holger: Als Angst würden
wir das nicht bezeichnen. Wir kommen eher an einen Punkt,
an dem wir denken "jetzt mache ich schon wieder dasselbe
wie beim letzten Song"!!! Man muss sich immer wieder neu
erfinden, versuchen neue Wege zu gehen. Arbeitet man immer
wieder nach dem selben Schema wird niemals eine Veränderung
stattfinden. Oft haben wir Song-Ideen gecancelt, weil
diese viel Ähnlichkeit mit anderen Stücken von
uns hatten, was Songaufbau, Songelemente betrifft. Das
ist aber auch immer wieder die Herausforderung, der Reiz
an der Sache!!!
a.jo: Eigentlich ist es
doch komisch, dass man sich meist in den niedergeschlagenen,
depressiven Phasen den Künsten widmet und kreativ
ist, oder ergeht es Euch anders? Vielleicht entstehen
Eure Texte in Hochphasen und man versucht sich zu erinnern,
wie war es doch gleich als es mir nicht gut ging?
Michael: Häufig ist es
so, dass unsere Texte in eher melancholischen Phasen des
Lebens entstehen. Oder an Tagen, an denen es uns nicht
so besonders geht, und viel nachgedacht wird. Das ist
aber auch das schöne - somit diese Phasen zu überstehen
und den Moment zu nutzen. Eine Art Katalysator, um sein
tiefstes Inneres nach aussen zu kehren.
a.jo: Was bedeuten für
Euch Träume? Sind Träume vielleicht die Motoren
unseres Lebens?
Michael: Träume sind
ein Teil des Lebens. Im Unterbewusstsein werden Erlebnisse
verarbeitet bzw. aufgearbeitet. Außerdem hat jeder
Mensch Träume, die er verwirklichen möchte.
Wenn man das Gefühl hat diese Träume in Realität
umsetzen zu können, sind sie wie Motoren, die einen
antreiben und motivieren. Insofern muss ich dir recht
geben, wenn du sagst: Träume sind Motoren des Lebens.
a.jo: Was für Träume
hattet Ihr bei der Erstellung von "Dreams"?
Holger: Erst einmal ist mit der
Erstellung der CD ein großer Traum von uns in Erfüllung
gegangen. Bei der Erstellung der CD war es uns wichtig,
ein komplexes Werk zu schaffen. Die Auseinandersetzung
mit dem SEIN. Genauso hoffen wir das viele Hörer
unsere Gedanken nachvollziehen können und sich stückweise
darin erkennen.
a.jo: Empfindet Ihr einen
Unterschied, wenn Ihr von anderen Personen die Texte vertont?
Stellt Ihr Euch die Frage, ob man die Texte im Sinne der
Autoren interpretiert hat?
Michael: In unserem Falle
ist es so, dass die beiden Texte von einer Person geschrieben
wurden, die uns sehr nahe steht. Wir wissen, wie diese
fühlt und denkt. Somit war es ein geringeres Problem,
die Texte zu vertonen.
a.jo: Bei Eurem Album "Dreams"
sind die Lyrics vom ersten und letzten Song von Sandra
geschrieben, ist diese Anordnung bewusst gewählt
worden?
Holger: Das ist uns auch
erst später aufgefallen. Hat aber keine Bedeutung.
Eher hat die gesamte Anordnung der Songs eine Bedeutung.
Wir haben "Believe In You" als letzten Song gewählt,
um zu zeigen, dass es Hoffnung gibt, wenn man Träume
hat, die verwirklicht werden möchten. Glaube an dich
selbst - bestimme dein Handeln.
a.jo: Denkt Ihr wirklich,
dass Liebe töten kann? Dennoch ist man masochistisch
genug, sich immer wieder darauf einzulassen...
Michael: "Love Is A Killer",
ein Text, der sich mit dem Thema Liebe auseinandersetzt.
Es gibt viele Einflüsse, die sich auf zwischenmenschliche
Beziehungen auswirken. Nun gibt es auch Situationen wie
z. B. eine Freundschaft - bei der Liebe irgendwann eine
Rolle spielt - zu einer Feindschaft werden läßt.
Die Situation, zwei Personen kennen sich sehr lange, haben
eine intensive Freundschaft, bei einem entwickelt sich
aber Liebe, die die andere Person nicht erwidern kann.
Eine scholche Situation kann zu einem Break führen
und die eigentliche Freundschaft zerstören: "Love
Is A Killer". Nun läßt sich Liebe nicht
beeinflussen - das Gefühl ist da oder nicht. Diese
Gefühle zu unterdrücken wäre das Falsche.
Man muß auch Enttäuschungen in Kauf nehmen
können und damit umzugehen lernen. Aber hin und wieder
macht das Gefühl der enttäuschten Liebe, - Blind
- Krank - Machtlos. Dann kann Liebe zu einem "Killer"
werden.
a.jo: Seid Ihr früher
oder geht Ihr eigentlich jetzt noch regelmäßig
weg?
Michael: Ich bin so ziemlich
jedes WE auf Tour. Oft bin ich in Köln unterwegs,
Düsseldorf, oder im Ruhrgebiet. Das finde ich auch
wichtig. Freunde, Bekannte zu treffen, tanzen, erzählen,
hören, was zur Zeit in den Clubs läuft.
a.jo: Werdet Ihr mit "Dreams"
auf Tour gehen?
Holger: Voraussichtlich
nicht! Wir werden am 03.10.2002 einen Gig in Köln
- MTC spielen. Zusammen mit Escape with Romeo. Das wird
dieses Jahr wahrscheinlich der einzige Gig ein. Was nächstes
Jahr passiert, können wir leider jetzt noch nicht
genau sagen. Wir freuen uns, wenn wir auf der Bühne
stehen und ein direktes Feedback vom Publikum bekommen.
Hoffentlich haben wir im nächsten Jahr oft die Möglichkeit.
Neuigkeiten gibt es aber immer auf unserer Homepage http://www.inmitramedusainri.com
zu lesen.
Konzert 03.10.2002 Köln - MTC
www.bloom.de |